Über 100 Menschen sterben bei Helikopterabstürzen

Wie Medien berichten kamen in der Schweiz in den letzten 30 Jahren über 100 Menschen durch Helikopterabstürze zu Tode. Ein kurzer Auszug dieser Chronologie von Hubschrauberunfällen der Neue Züricher Zeitung liest sich wie folgt:

  • 29. September 2016: Absturz eines Armee-Helikopters vom Typ Super Puma im Gottardmassiv. Zwei Piloten sterben, ein Passagier überlebt
  • 29. Juni 2015: Im Nordtessin kommen Pilot und Passagiere eines Hubschraubers zu Tode.
  • 01. Juli 2013: Im Kanton Zürich – Vier Menschen sterben bei einem Helikopterabsturz bei Erstfeld.

Die Tragödien hinter den Meldungen

Die Liste mit Meldungen zu Abstürzen setzt sich ähnlich fort. Welche Tragödien sich dabei abspielten, bleibt den Lesern hinter den Kurzmeldungen verborgen. Besonders tragisch, solche Unfälle mit Todesfolge passieren auch dann, wenn die Piloten selbst im Rettungseinsatz waren und verunglückten Menschen helfen wollten.

 

Schlechte Wetterbedingungen beim Notfalleinsatz

So auch im Januar 2017, als ein Rettungshubschrauber in Italien einen verunglückten Skifahrer in den Abruzzen bergen wollte. Die Maschine stürzte mit fünf Besatzungsmitgliedern und dem verunfallten Skifahrer in eine 600 Meter tiefe Felsspalte. Als Absturzursache stellten die Bergungskräfte schlechtes Wetter mit ungenügenden Sichtbedingungen fest.

 

Helikopterabsturz infolge der Kombination aus mehreren ungünstigen Faktoren

Am 01. Juli 2013 stürzte im Erstfeldertal eine Maschine vom Typ Eurocopter AS350 ab (Quelle Aargauer Zeitung). Bei dem schweren Unfall kamen vier Menschen zu Tode, darunter der Pilot, zwei Flughelfer und ein Monteur. Bei schönem Wetter zerschellte der Helikopter nahe seinem Zielort auf einer Kuppe und stürzte in unwegsames Gelände. Der Helikopter befand sich beim Transport zwischen zwei Hütten und ging, gute 400 Meter vor der Hütte, in Flammen auf.

 

Wie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) inzwischen bekannt gab, erfolgte der Absturz mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgrund einer Überlastung des Hydraulikservos (Servo Transparency) und einer überhöhten Fluggeschwindigkeit. Eine solche Überbeanspruchung der Mechanik kann durch eine zu schwere Last und weitere Einwirkungen wie zu hohe Geschwindigkeit entstehen. Um den entstehenden Druck der Hydraulik zu lösen, muss der Pilot die Fluggeschwindigkeit reduzieren, ansonsten ist das Navigieren des Helikopters nur noch stark eingeschränkt und mit grossem Kraftaufwand möglich, da der Druck auf die Rotoren grösser ist als die Kraft der Helikopterhydraulik. Die Ermittler kamen zu dem Entschluss, dass der Pilot die Situation falsch eingeschätzt haben muss beziehungsweise ein erhöhtes Risiko im Kurvenflug eingegangen war. Die zuständigen Guthaber begründen ihren Bericht aufgrund Augenzeugenberichten, der Flugaufzeichnungen und den Berechnungen von Flugmasse und der Dichtehöhe.  

 

Kollision wegen schlecht sichtbaren Überlandleitungen

Zusätzlich zu ungünstigen Einflüssen wie Wetterbedingungen und Fehlern bei Lastentransporten kommt noch eine weitere häufige Absturzursache hinzu, die aufgrund von Nachrichtenmeldungen naheliegende Rückschlüsse treffen lässt. Ende September 2016 kam es auf dem Gotthard zu einem tödlichen Hubschrauberunfall. Zwei Piloten der Schweizer Luftwaffe starben dabei, ein Flughelfer überlebte den Absturz. Anfangs fehlte noch die offizielle Bestätigung zur Ursache, später hiess es, dass der Helikopter in ein Stromkabel flog und es danach zum Absturz kam. Nicht eingezeichnete, schlecht sichtbare Stromleitungen gehören zu den häufigsten Absturzgründen. Dieser Umstand zeigt, wie wichtig eine konzentrierte Rundumsicht des Piloten ist. Neben Stromkabeln und Leitungsmasten, können auch Baumwipfel zu Kollisionen und fatalen Maschinenschäden führen. Damit solche Unfälle und Abstürze vermieden werden, verfügen Spezialhubschrauber über, am Helikopter angebrachte Schneidevorrichtungen, die eine Kollision mit dem Rotor verhindern sollen.

 

Touristenrundflüge sind sicher

Bei aller Tragik der Unfälle mit schlimmen Folgen, die meisten Abstürze erfolgen – wie in den drei Berichten dargestellt – unter Einfluss weiterer ungünstiger Einwirkungen wie: Wetter, Lasten oder Hindernisse. Abstürze aus dem normalen, planbaren Flugbetrieb für Passagierflüge wie Helikopterrundflüge, geschehen hingegen äusserst selten. Die Piloten führen vor und nach dem Flug festgelegte Sicherheitschecks an der Maschine durch, sind über das Flugwetter informiert und vor allem, in ihrer Ausübung als Pilot erfahren und agieren verantwortungsvoll. Bei helikopterflug.ch wurden in den zurückliegenden 11 Jahren über 60.000 Kunden sicher durch die Luft befördert. Es kam dabei nie zu einem Absturz oder dergleichen.

 

Sicheres Landen auch ohne eingeschalteten Motor

Dass Helikopter im Passagierflugbetrieb und in der Luft sehr sicher sind, liegt auch an den Vorkehrungen, wie der Flugmaschinenwartung und natürlich der umfassenden Ausbildung der Berufspiloten. Diese müssen sich mit rund 150 Flugstunden zum kommerziellen Berufsflieger qualifizieren und die Eignung mit erfolgreich bestandenen Prüfungen bestätigen. Während der Flugstunden erlernen die Piloten die sichere Landung des Hubschraubers im Notfall ohne aktives Triebwerk, auch Autorotation genannt. Dabei werden die Rotorblätter im Flug im leichten Winkel flach ausgerichtet. Der von unten einwirkende Flugwind greift unter die Rotorblätter, was eine ähnliche Wirkung wie bei einem Windrad verursacht. Der Rotor dreht sich dabei fast so schnell wie im herkömmlichen Motorbetrieb. Der ausgebildete Pilot ist somit sehr gut in der Lage, den Helikopter sicher und sanft zu landen. Zusätzlich verfügen insbesondere neue Maschinen über ein zweites Triebwerk, das ersatzweise dann den Betrieb übernimmt, wenn das Haupttriebwerk defekt und ausgefallen ist.

Vorkehrungen sind die besten Sicherheitsmassnahmen

Statistiken bei Helikopterabstürzen sind das eine, die genaue Betrachtung, durch welche Ursachen es zum Unfall kam, hilft bei der nötigen Differenzierung. Meist handelt es sich um Hubschrauberflüge in Kombination mit weiteren Faktoren wie schlechte Wetterbedingungen, Rettungseinsätze, deren Bedingungen meist alles andere als optimal sind, Lastentransporte, die unter mangelhaften Vorkehrungen oder unter Druck geflogen werden, sodass die Piloten die Kontrolle über die Maschinen verlieren oder unkonzentriert arbeiten. Mit das wichtigste Instrument eines Berufsfliegers ist das Auge. Dafür benötigt er oder sie eine möglichst uneingeschränkte Sicht und dazu die geeigneten Wetterbedingungen. Nachtflüge, Schnee oder Nebel behindern die visuelle Navigation, Hindernisse wie Kabel in der Luft, Dächer, Felswände oder Bäume tauchen dann erst sehr spät auf, und es kann zur Kollision und zum Kontrollverlust der Maschine kommen.

 

 

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Die Sicherheit unserer Gäste steht für uns an oberster Stelle. Wichtig sind dabei auch die Verhaltensregeln, die unsere Kunden zur eigenen Sicherheit einhalten. Wir und unsere Piloten stehen Ihnen für Fragen und Hilfestellungen jederzeit zu Verfügung. Auf unserer Informationsseite haben wir für Sie die wichtigsten Punkte zusammengefasst und informieren Sie über:

  • Den Transport oder die Mitnahme gefährlicher Güter.
  • Auf was Sie beim Flug achtgeben müssen, zum Beispiel im Umgang mit losen Gegenständen.
  • Welches das richtige Verhalten hinsichtlich Abstand halten zum Helikopter ist und wie eine sichere Annäherung erfolgt.
  • Wie Sie sich im Notfall verhalten sollen und, ganz wichtig, dabei die Ruhe bewahren.
  • Welche Kleidung für Ihren Ausflug geeignet ist und natürlich, wer für Sie bei Kritik, Fragen, oder auch Anregungen zuständig ist.

 

 

Geniessen Sie Ihren Helikopterrundflug mit allen Sinnen, bei uns fliegen Sie sicher.

 

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